Sandra Auffarth ist Deutsche Meisterin


Ingrid Klimke gewinnt Silber / Andreas Ostholt auf dem Bronzeplatz

Luhmühlen (fn-press). Sandra Auffarth ist die neue Deutsche Meisterin der Vielseitigkeitsreiter. In einem Start-Ziel-Sieg sicherte sich die 29-jährige Weltmeisterin aus Ganderkesee mit Opgun Louvo in Luhmühlen nun auch ihren ersten nationalen Titel nach ihrer Junge-Reiter-Zeit. Zweite wurde wie schon im Vorjahr Ingrid Klimke (Münster) mit Horseware Hale Bob OLD. Titelverteidiger Andreas Ostholt (Warendorf) sicherte sich mit Pennsylvania die Bronzemedaille.

Auch am letzten Tag blieb es in Luhmühlen spannend. Nur acht Teilnehmer der internationalen Drei-Sterne-Kurzprüfung kamen strafpunktfrei durch den abschließenden Parcours. Darunter auch die beiden nach Dressur und Gelände führenden Sandra Auffarth und Ingrid Klimke. Sie unterstrichen damit nicht nur ihre herausragende Position innerhalb ihrer Disziplin, sondern auch ihre Nervenstärke. „Ich bin mit allen drei Teilprüfungen super zufrieden. Wolle ging eine gute Dressur, war im Gelände hochmotiviert und auch heute im Springen toll“, sagte die frisch gebackene Meisterin und fasste zusammen: „Es war ein tolles Wochenende, wir hatten überall super Bedingungen und ein traumhaftes Gelände.“

Ingrid Klimke war bereits vier Mal Deutsche Meisterin und jetzt auch ebenso oft Vizemeisterin. „Ich bin super zufrieden, auch wie Bobby heute gesprungen ist. Er ist absolut fit und frisch, bockte bei der Siegerehrung herum und ich glaube, wir sollten es mit dem Konditionstraining nicht übertreiben“, scherzte die Reitmeisterin. Zusammen mit Auffarth war sie die einzige, die den letztmals von Mark Philipps gebauten CIC3*-Geländekurs am Samstag ohne Hindernis- und auch ohne Zeitfehler beendet hatte.

Eine Nullrunde im Springen, aber auch der Verzicht der Belgierin Karin Donckers, trug dem Niederländer Tim Lips den dritten Platz im CIC3* ein. Wie viele seiner deutschen Kollegen nutzte er die Kurzprüfung, um sein potenzielles Olympiapferd Bayro N.O.P. auf die Spiele vorzubereiten.

Auf dem dritten Platz der DM-Wertung landete Andreas Ostholt, der mit seinen Leistungen und einer Nullrunde im Springen zum Schluss seine derzeitige Bestform bestätigte. In diesem Jahr hatte er mit seinem Spitzenpferd So is et bereits mit einem zweiten Platz beim CCI4* Badminton für Aufmerksamkeit gesorgt – auch beim DOKR-Vielseitigkeitsausschuss. Bei der Verkündung der Rio-Longlist steht sein Name daher in der Gruppe der ersten Vier. „Ich freue mich total“, sagte Ostholt. „Nach den Erfahrungen der letzten Jahre habe ich meine Chancen sehr nüchtern betrachtet. Deshalb bin ich auch nach Badminton gefahren. Ich habe gewusst, dass ich schon einen Kopfstand machen und mit den Zehen wackeln muss, wenn ich nominiert werden will“, sagte Hauptfeldwebel Andreas Ostholt, dessen älterer Bruder Frank Ostholt 2004 und 2008 zur deutschen Mannschaft bei den Olympischen Spielen zählte.

Den vierten Platz in der DM-Wertung belegte Bettina Hoy (Rheine), die vor dem Springen noch auf Bronzekurs gelegen hatte. Ausgerechnet die letzten beiden Sprünge im Parcours verhinderten jedoch eine Medaille. Platz fünf ging an Dirk Schrade (Sprockhövel), der mit Hop and Skip zum Abschluss ebenfalls einen Abwurf hinnehmen musste.

Die erst 23-jährige Stephanie Böhe aus Döhle beendete ihre DM-Premiere auf Platz sechs. Auch für sie wäre noch etwas mehr drin gewesen, jedoch musste sie gleich drei Abwürfe hinnehmen. Zum Trost durfte sie sich als Gewinnerin der U25-Förderpreis-Sonderwertung über eine Ausbildungsgratifikation in Höhe von 1.500 Euro freuen.

Alle Ergebnisse unter www.luhmuehlen.de